ULZERA CRURIS
Ulzera cruris venosa

Üblicherweise wird Ulzera cruris mit c geschrieben (U lcera). Es gibt aber nicht wenige Autoren, die die Schreibweise mit z verwenden.

Als Ulzera cruris werden schlecht heilende, tiefe Wunden im Bereich der Unterschenkel und Füße bezeichnet.

Ulzera cruris nennt man in der Umgangssprache auch "offe ne Be ine" oder "Beingesch würe".

Von den einschlägigen Fachbereichen (Innere Medizin, Chirurgie) ist bisher noch weitgehend unbeachtet geblieben, daß die moderne Schmerztherapie über sehr wirksame und nachhaltige Methoden zur Behandlung von Ulzera cruris verfügt.

Ulzera cruris entstehen auf dem Boden von Durchblutungsstörungen.

Von Ulzera cruris sind Frauen insgesamt häufiger betroffen als Männer. Personen bis zum 40. Lebensjahr erkranken kaum daran. Im Alter steigt die Prävalenz (= Häufigkeit aller Fälle einer bestimmten Krankheit in der Bevölkerung) für Ulzera cruris stark an. So beträgt sie zum Beispiel ab dem 80. Lebensjahr je nach Studie zwischen 0,87 und 3,38%.

Risikofaktoren für Ulzera cruris sind:

Hauptursache der Ulzera cruris venosa ist die chronisch venöse Insuffizienz, die häufigste Störung des venösen Systems. 
Eine chronisch venöse Insuffizienz besteht, wenn anlagebedingt die Venenwand geschwächt ist und / oder die sog. Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch "versackt" das Blut in den Venen und staut sich. Man spricht dann von einer sog. venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in tagsüber zunehmendem Schwere- und Schmerzgefühl sowie in Beinschwellungen.
Eine venöse Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr als 1,5 cm differiert.
Die Behandlung der (noch relativ beschwerdearmen) venösen Insuffizienz besteht im wesentlichen in einer Kompression der dilatierten (= erweiterten) Venen (Kompressionsstrümpfe).

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu trophischen (= mit Zeichen einer Mangelernährung einhergehenden) Störungen, bedingt durch eine gestörte Mikrozirkulation in der venösen (= die Blutader betreffenden) und arteriellen (= die Schlagader betreffenden) Endstrombahn (Kapillaren). In dieser Situation können schon kleine Verletzung zu Ulzera cruris venosa führen. Das liegt daran, daß eine Wunde, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuheilen kann.
Ulzera cruris treten zumeist in der Innenknöchelregion auf. Aber auch die Außenknöchelregion und im Extremfall der gesamte Beinumfang können betroffen sein. Ulzera cruris in Folge einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) befinden sich häufig nicht an der typischen Knöchelregion, sondern an Druckstellen der Fußsohlen oder der Zehen.

Bei der klinischen Untersuchung fallen bei Ulzera cruris eine Varikosis (= dichtes Geflecht oberflächlicher Krampfadern), eine livide (= bläuliche, fahle) Verfärbung der Haut, Ödem (= Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung) und Pigmentstörungen auf.

Behandlung der Ulzera cruris:

Neben einer entsprechenden Wundbehandlung muß die gestörte, lokale (= örtliche) Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst können Ulzera cruris nicht abheilen. 
Dies gelingt relativ zuverlässig mit einer kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels Katheter
(Kl att und Lee ser) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.  
Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesäß, den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (= Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung (Lokalanästhetika) eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser Situation kann dann intensiv krankengymnastisch behandelt werden. 
Da dieser Nerv auch vegetative (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Fasern mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer Sympathikolyse (= Aufhebung eines gefäßverengenden Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen Mehrdurchblutung, wie sie medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann.

Besonders effektiv ist bei Ulzera cruris (auch Ulzera cruris venosa) eine Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil (Prostavasin®) - Infusionsserie.

Wichtig ist natürlich bei Ulzera cruris auch die optimierte Behandlung der Grund- bzw. Begleitkrankheiten (z. B. Zuckerkrankheit) und das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).

Daß die kontinuierliche Blockademethode gerade bei Durchblu tungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rahmen einer Doktorarbeit an der Universität Heidelberg nachgewiesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach anklicken)

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C
Carpaltunnel-Syndrom, Calcaneodynie, Cephalgie, Cervical-Syndrom, Cervicobrachialgie, Charlin Syndrom, Chondropathia patellae,
chronische Sehnenscheidenentzündung, Claudicatio intermittens, Cluster headache, Cluster-KopfschmerzCluster-Schmerz, Clusterschmerz, Colon irritable, Clusterkopfschmerz, Coxalgie, Coxarthrose, Coxitis, craniomandibuläre Dysfunktion, Crohn Krankheit  
D Deafferenzierungsschmerz, Diabetische Neuropathie, Diabetische Polyneuropathie, Diabetischer Fuß, Discopathie, Discusprolaps, Diskopathie, Diskushernie, Durchblutungsstörung,

E Eagle-Syndrom, Ehrlichiose, Eitrige Arthritis, Entzündung der Sehnenscheide, Entzugskopfschmerzen, Enzephalomyelitis, chronische Epikondylitis, Epicondylitis, Epicondylopathie, Ergotismus, Epikondylopathie,
F Facetten-Syndrom, Fasziitis, Fasziitis plantaris, Failed-back-surgery-Syndrom, Fersenschmerz, Fersensporn, Fersensporne, Fibromyalgie (1), Fibromyalgie (2), Fibromyalgie (3), Fibromyalgiesyndrom, Fibrositis, Fingerschmerzen, Frozen Shoulder,
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H Haglund Ferse, chronisches Halswirbelsäulensyndrom, Handgelenkarthrose,
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I Iliosakralgie,
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Schmerzklinik: www.schmerzklinik-1.de
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